Leitfaden der Bundesrechtsanwaltskammer für bedrohte Anwältinnen und Anwälte
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte können im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit in bedrohliche Situationen geraten – sei es als Konsequenz von übernommenen Mandaten oder, wie in letzter Zeit leider häufiger zu beobachten, durch stigmatisierende und denunzierende Medienberichterstattung. In einer Umfrage des Rates der Anwaltschaften der Europäischen Gemeinschaft (CCBE) gaben 64,36 % der befragten Anwältinnen und Anwälte an, in den letzten zwei Jahren mindestens einmal Opfer von verbal aggressivem Verhalten geworden zu sein.
Die Konsequenzen für die Betroffenen, wenn z.B. Drohmails eingehen, telefonische Belästigungen erfolgen, die Kanzlei einrichtung beschädigt wird oder sogar physische Angriffe verübt werden, sind gravierend: So gaben 32,12 % eine verminderte Zufriedenheit mit ihrer Arbeit und 24,74 % eine Beeinträchtigung ihrer mentalen Gesundheit als Folgen an. Umso wichtiger ist es, einige Punkte zu beachten, falls es zu Bedrohungen oder aggressivem Verhalten kommt.
Den Flyer der BRAK zu folgenden Handlungsempfehlungen:
• Sofortmaßnahmen bei akuter Bedrohung,
• Prävention im Kanzleialltag,
• rechtliche Schritte,
• psychologische Selbstfürsorge,
• Unterstützung durch Institutionen,
• digitale Sicherheit,
• Notfallplan entwickeln,
• bei der Polizei eine Gefährungsmaßnahme durchführen lassen sowie
• umsichtige Öffentlichkeitsarbeit
finden Sie unter
https://rak-hamburg.de/uploads/file/Mitglieder/Besondere%20Situationen/Leitfaden%20BRAK%20bei%20Bedrohungen.pdf.
